Montag, 20. Oktober 2014
Erkältung
wordmomente, 00:37h
Da war es wieder. Dieses Gefühl in ihrem Kopf… – nein in ihrer Stirn, in der Nase, oder irgendwo dazwischen. Sie war in der Arbeit und als ihr dieses Gefühl bewusst wurde, war ihr im selben Moment klar, dass sich eine Erkältung in ihr breit gemacht hatte. Na toll. So etwas konnte sie jetzt gar nicht gebrauchen, denn das letzte, das sie sich jetzt leisten konnte, waren Fehlzeiten. Schade, dass diese Tatsache ihrem Körper völlig egal zu sein schien. Wann hatte es denn eigentlich angefangen? Hätte sie nicht schon früher irgendetwas dagegen unternehmen können? Ja, sie hatte Schnupfen, aber den hatte sie doch das ganze Jahr über. Ohne es zu bemerken, hat sich die Krankheit in ihrem Kopf eingenistet wie ein kleiner Dämon, der sich sich langsam durch den ganzen Körper schleicht und Glied für Glied unterwirft.
Als sie zu dem Gedanken gelangte, zu der Aussicht, dass auch all ihre Glieder von diesem Dämon befallen werden würden, traf sie die Erkenntnis wie ein Schlag: Es war schon längst geschehen. Nur ihr Berg an Arbeit – das damit verbundene Adrenalin – hatten sie von der Erkältung abgelenkt. Doch jetzt, da sie den Gedanken Ich bin krank zugelassen hatte, verließ sie mit einem Mal ihre Energie. Ihr Kopf fühlte sich schwer an, als wäre er von einer dicken und dichten Masse ausgefüllt. Durch ihre verstopfte Nase bekam sie kaum Luft, da konnten noch so viele Taschentücher ausgepackt werden. Ihre Wahrnehmung war wie verzerrt: Der Dämon hatte ihr Umfeld in Nebel eingehüllt. Ihre Reaktionen verlangsamten sich. Alles verlangsamte sich und wurde Schwer. Eine schwere Trägheit, die ihre Glieder lähmte.
In der U-Bahn konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Dachte sie überhaupt noch? Der Nebel schien nicht mehr nur ihr Umfeld zu verschlucken, sondern nahm jetzt auch ihren Geist ein. Wie sie der U-Bahn entstieg, die Station verließ, an der roten Ampel wartete bis sie auf grün umsprang nahm sie längst nicht mehr bewusst wahr, sondern war das Resultat täglicher Routine. Zu Hause schließlich angelangt stand sie wie an einer Klippe vor ihrem Bett. Sie streifte sich noch ihre Schuhe von den Füßen, bevor sie sich den Abhang hinunter stürzte und sich der Schwärze hingab.
Als sie zu dem Gedanken gelangte, zu der Aussicht, dass auch all ihre Glieder von diesem Dämon befallen werden würden, traf sie die Erkenntnis wie ein Schlag: Es war schon längst geschehen. Nur ihr Berg an Arbeit – das damit verbundene Adrenalin – hatten sie von der Erkältung abgelenkt. Doch jetzt, da sie den Gedanken Ich bin krank zugelassen hatte, verließ sie mit einem Mal ihre Energie. Ihr Kopf fühlte sich schwer an, als wäre er von einer dicken und dichten Masse ausgefüllt. Durch ihre verstopfte Nase bekam sie kaum Luft, da konnten noch so viele Taschentücher ausgepackt werden. Ihre Wahrnehmung war wie verzerrt: Der Dämon hatte ihr Umfeld in Nebel eingehüllt. Ihre Reaktionen verlangsamten sich. Alles verlangsamte sich und wurde Schwer. Eine schwere Trägheit, die ihre Glieder lähmte.
In der U-Bahn konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Dachte sie überhaupt noch? Der Nebel schien nicht mehr nur ihr Umfeld zu verschlucken, sondern nahm jetzt auch ihren Geist ein. Wie sie der U-Bahn entstieg, die Station verließ, an der roten Ampel wartete bis sie auf grün umsprang nahm sie längst nicht mehr bewusst wahr, sondern war das Resultat täglicher Routine. Zu Hause schließlich angelangt stand sie wie an einer Klippe vor ihrem Bett. Sie streifte sich noch ihre Schuhe von den Füßen, bevor sie sich den Abhang hinunter stürzte und sich der Schwärze hingab.
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